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Relegation statt „Rock im Park"

Rohrer Spieler verzichten auf Festival, weil am Samstag DJK Ast wartet.

Rohr. Die Fußballer vom TSV Rohr haben die erste Runde in der Relegation zur Kreisklasse überstanden. In der Verlängerung setzte sich das Team von Spielertrainer Norbert Heimlich in Neuhausen gegen den SSV Landshut-Schönbrunn mit 2:1 (1:1; 1:0) durch (MZ berichtete). In der 112. Minute erzielte Stefan Schönberger den entscheidenden Treffer. Er schoss auf Zuspiel von Sebastian Kopp ein, der in der 36. Minute für das 1:0 gesorgt hatte. Schönbrunn glich nach einer Stunde zum 1:1 aus.

In der nächsten Runde wartet nun DJK TSV Ast – 3:0 über den FC Kelheim – auf die Rohrer Kicker. Damit treffen zwei Abstiegsreleganten aufeinander: Ast war Zwölfter in der Kreisklasse Landshut, der TSV in der Kreisklasse Laaber. Angepfiffen wird die Partie am Samstag um 18 Uhr in Schmatzhausen. Wer die Begegnung gewinnt, hat den Klassenerhalt geschafft. Der Verlierer ist nicht raus, denn er erhält eine weitere Chance.

Vom Spieltermin Samstag waren die Rohrer nach dem Erfolg über Landshut-Schönbrunn nicht gerade begeistert. „Wir sind davon ausgegangen, dass unter der Woche weitergespielt würde", sagt Heimlich. Fast ein halbes Dutzend Spieler hat am kommenden Wochenende eigentlich etwas anderes vor: „Ein paar Jungs haben sich Karten für Rock im Park in Nürnberg gekauft." Nach einer Besprechung am Pfingstmontag sagten diese TSV-Kicker zu, am Samstag trotzdem zur Verfügung zu stehen.

Somit ist die Klosterort-Truppe bis auf die Ergänzungsspieler Max Kastl und Anton Huber bei der Fortsetzung der Relegation vollzählig. Der 33-jährige Spielertrainer fordert von seinen Mannen eine deutliche Leistungssteigerung. „Wir haben in den letzten beiden Saisonspielen ansehnlichen Fußball gezeigt. Aber die erste Halbzeit gegen Schönbrunn war einfach nur schlecht. Die Führung für uns fiel tatsächlich aus heiterem Himmel."

Nach der Pause sei es vor einer Kulisse von etwa 500 Zuschauern besser geworden. „Da hatten wir auch mehrere hundertprozentige Torchancen und hätten das 2:0 draufpacken müssen." Doch mit dem 1:1 – „da haben wir nicht aufgepasst" – kehrte die Schmalkost aus Halbzeit eins zurück, zumal nun auf beiden Seiten die Angst vor einem weiteren Gegentreffer um sich griff. „Wir waren in der Verlängerung vielleicht einen Tick stärker, deshalb war der Sieg auch verdient." Mit hohen und weiten Bällen versuchte der Gegner noch den abermaligen Ausgleich zu schaffen. „Da hatten wir kaum Probleme", so Heimlich, der nach der Relegation aufhört.

Quelle: MZ 29.05.2012 (mar)