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TSV Rohr sichert sich die Chance - Erfolg Dank des 2:1 von gestern dürfen sie weiter vom Klassenerhalt träumen

Von Heiner Stöcker, MZ

Neuhausen. Was für ein Fußball-Krimi - und wie alle Blockbuster im Kino ging auch dieser in die Verlängerung. Denn: Zwischen dem TSV Rohr und dem SSV Landshut-Schönbrunn stand es nach 90 Minuten nur 1:1.
Dabei begann die Partie ziemlich nichtssagend. 20 Minuten war kaum echter Spielfluss zu sehen. Den Salut zum Wecken markierte eine Schönbrunner Ecke. Den Kopfball angelte sich Rohrs Schlussmann Andreas Neumayer in einer schönen Aktion aus der Luft. In der 36. Minute war es Sebastian Kopp, der die Rohrer jubeln ließ: Nach einem Traum-Konter - dem gefühlten ersten richtigen Angriff nach vorne - vollendete er aus einer Distanz von 16 Metern.
Die Landshuter brauchten Zeit, um wieder zu ihrem Spiel zu finden. Die nutze TSV-Offensiv-Experte Michael Schmid, lief alleine auf den Schlussmann zu und - scheitert aus rund vierzehn Metern. Die Rohrer Chancenausbeute in dieser Phase war mies: Viermal hatten die Kicker den Treffer auf den Füßen - aber eben nur auf den Füßen. Zum Beispiel scheiterte Kopp in der 56. Minute am Pfosten.
Eine Viertelstunde nach wiederanpfiff war plötzlich wieder alles offen: Daniel Haberstock trifft in der 60. zum 1:1 und plötzlich war auch sein Team wieder voll da. Bis zum Ende gab es noch ein paar Szenen und Chancen. Die fallen aber allesamt nicht ins Gewicht. Denn: Alles in allem verflachte die Partie im Anschluss deutlich.
Auch in der Verlängerung belauerten sich die Teams zunächst eine volle Halbzeit lang: Sie waren wie zwei Raubkatzen, die nur auf eine Unachtsamkeit ihres Gegenübers warten, um den tödlichen Schlag zu setzen.
Und den hatte Stefan Schönberger für die SSV-ler mitgebracht: Nach einer tollen Kopp-Flanke von links, hämmerte Schönberger das Leder aus geschätzten dreizehn Metern mit einem traumhaften Volley ins Tor. Acht Minuten später war es dann Schmid, der gerade mal zehn Meter vor dem Tor den Ball über die Querlatte setzte. Die Zuschauer wurden unruhig, denn in den letzten Minuten des Spiels waren die Rohrer zu passiv. Und einige sahen bereits den SSV-Ausgleich vor ihren inneren Augen. Der Abpfiff kam einer Erlösung gleich.
Am 3. Juni geht es für die Rohrer weiter. Dann müssen sie gegen die DJK Ast antreten. Der Ort stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest.

(Quelle: MZ 29.05.2012)